Konstantinos
Kavafis [1863-1933] wurde in Alexandria geboren und hat nie in Griechenland gelebt. Dennoch gilt er als einer der bedeutendsten griechischen Dichter der Neuzeit. Und hier geht es zu einer deutschen Übersetzung seines Gedichtes 'Ithaka'.
Demir Özlü, geboren 1935 in Istanbul, studierte Jura und ließ sich in der Türkei als Rechtsanwalt nieder. Sein politisches Engagement (auch als Anwalt) setzte ihn Verdächtigungen, konkreten Repressalien und schließlich einer Verhaftung aus. Er ging ins Exil und lebt heute in Stockholm. Er schrieb über Fern- und Heimweh, Fremd- und Vertrautheit in einer labyrinthischen Welt: 'Reise nach Ithaka'.
Viatge a Ítaca - Die Reise nach Ithaka
Poetes (2004)
Die Reise nach Ithaka ist eine Heimkehr und dennoch eine Reise ins Ungewisse. Vor fast 3000 Jahren wurde sie von Homer beschrieben, im ersten 'Roman' der abendländischen Kultur – die 'Odyssee', die Rückkehr des Odysseus, König der Insel Ithaka, Kampfgefährte von Herakles, mit dem er gemeinsam zehn Jahre lang Troja belagerte. Odysseus der Listige, Erfinder des hölzernen Pferdes, mit dem der Fall Trojas eingeleitet wurde. Nach dem Fall Trojas und dem Tod des Helden Hektor - in der Dichtung 'Ilias' geschildert – macht sich Odysseus auf die Heimreise. Sie dauert noch einmal zehn Jahre, Odysseus verliert alle seine Gefährten und erreicht als einziger die Heimat Ithaka.
Das Thema dieser Reise ist das Leben als Rückkehr zu einem vorbestimmten Ort. Wenn man dort ankommt, ist das Ziel des Lebens erreicht. Das Leben ist der Weg dorthin, die Suche danach, geprägt von Fernweh, Heimweh, Sehnsucht.
Der erste Teil des Textes von Lluís Llach basiert auf der katalanischen Übertragung eines Gedichtes des griechischen Dichters Konstantinos Kavafis, die von Carles Riba vorgenommen wurde. Die beiden folgenden Teile sind thematische Erweiterungen von Lluís Llach.